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Von diesem großen chinesischen Weisen ist bisher wenig bekannt; wir wissen kaum etwas von seinem Leben und seinem Wirken. Das Buch "Lao-Tse" formt und gestaltet die Persönlichkeit dieses Führers der Menschheit auf dem Wege zum Licht. Nicht Phantasie hat die Feder geführt, sondern echtes Schauen und Erkennen.
Weil nichts in der Schöpfung verloren geht, das einmal lebendiges Geschehen war, vermag es aufzunehmen, wer dazu berufen ist. Die Zeit ist reif, daß wir es erfassen und die Zusammenhänge erkennen, bis zum Ringschluß in heutiger Zeit.
Das äußere Geschehen im Leben Lao-Tse's ist einfach und klar dargestellt, von seiner Jugend an. In der Obhut des Obersten der Lamas, Lie-Tse, erlebt der lernbegierige Knabe eine glückliche Kindheit; als sein Begleiter durch viele Länder des chinesischen Reiches sammelt er Erfahrungen im täglichen Leben, im Umgang mit den Menschen, erfährt ihre Verbogenheiten, die Laster der großen Städte, die Irrlehren der Götzendienste, kommt in Berührung mit dem alten, überlieferten Wissen, lernt Richtiges vom Falschen zu unterscheiden und reift. Er erkennt seine Bestimmung. In der Stille und Ordnung des Klosters in Tibet empfängt er letztes Wissen, um dann zur Erfüllung seiner Aufgabe aufzubrechen.
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