| Was wissen wir heute über Buddha? War er nur der Begründer einer fremdartigen Religion, der in Weltabgeschiedenheit und Meditationen sein Leben verbrachte? War er ein Größerer?
Das Buch "Buddha" zeigt die Gestalt Buddhas in neuem Licht. Als Wegbereiter für das Wort der Wahrheit wirkt er inmitten seines Volkes, das er aus schlaffer Schicksalsergebenheit zu tätigem Glauben führen will. Vergangenes Geschehen steigt lebendig auf.
Durch schweres Unglück jäh vom Fürstenthron gestoßen, wandert Siddharta-Buddha als verachteter Paria über die staubigen Straßen Indiens. Durch bitteres Leid aufgerüttelt, sucht er verzweifelt nach dem Sinn des Lebens. Er findet Helfer, von denen jeder ihn ein Stück vorwärts bringt, irdisch wie geistig. Der einstige Herrscher lernt dienen und gewinnt dabei an Verstehen. So erlebt Siddharta alle Kasten, kann in einer Brahmanen-Schule sein Wissen vertiefen und erreicht in der Einsamkeit sein Ziel: das Erkennen seiner Aufgabe, den Sinn seines Lebens.
Wie nie zuvor wird hier Einblick gegeben in die Bereitung und Führung eines berufenen, durch den ein ganzes Volk zum Aufstieg kommen soll. In bildhaftem Schauen wird Siddharta Großes geschenkt: das Wissen um den unsichtbaren, ewigen Gott, der über allen "Göttern" steht, den Herrn aller Welten.
Wieder wandert Siddharta über die Straßen, nun als Helfer und Wegweiser für sein Volk. Jünger und Schüler scharen sich um ihn, mit deren Hilfe er die neue Lehre in Schulen und Klöstern verankern kann. Mit dem geistigen Aufschwung bessert sich auch das äußere Leben des Volkes, besonders die Stellung der indischen Frau.
Was Siddharta-Buddha in reinem Mühen begann, führt sein Enkel, Gautama-Buddha, weiter. Größer noch ist er in seinem Wissen, in seinem Dienen. Zum Schutz gegen fremde Eindringlinge sollen die vielen, sich oft befehdenden Fürstentümer vereinigt werden. Eindrucksvoll wird geschildert, wie selbst ein Berufener mit bestem Wollen noch versagen kann, jedoch in dem Ringen nach rechter Einstellung Vergebung und Gnade findet.
Wer dieses wohl schönste Stück Geschichte Indiens in sich miterlebt, erfährt von der unsagbaren Liebe und Gerechtigkeit, die der Menschheit immer wieder große Hilfen zuteil werden läßt.
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